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Wie kurz das Kurzzeitgedächtnis doch ist

Rauf und runter laufen die Berichte in den Medien, ob alle Winter ob der Klimaerwärmung von nun an so sind wie der diesjährige.
Kaum 12 Monate her ist es, als man der Klimaerwärmung die Schuld an den Schneekatastrophen der vergangenen beiden Jahren in die Schuhe schob. Abgeschnittene Inseln in Nord und Ostsee, meterhohe Schneewehen und über mehrere Wochen dauervereiste Strassen in deutschen Grosstädten.
Vielleicht würde die Bevölkerung ja glauben, dass der Klimawandel an allem schuld sei, wenn doch wenigstens die Tendenz einigermassen ähnlich blieb. Aber egal ob es im Juni dauerregnet oder gar nicht regnet, egal ob im Dezember Schnee im Harz liegt oder die Schneeglöckchen blühen, der Klimawandel ist schuld. Und wenn es nur neue “Wetterextreme” sind, wie zu viel oder gar kein Schnee im Dezember.

Ryanair – Abenteuer gefällig?

Habe eben die Idee gehabt, einfach über Silvester von Bremen nach Edinburgh zu fliegen und wollte mal so gucken, was denn die Superbilligairlines so hergeben.

Von Bremen fliegt Ryanair. Ich bin noch nie damit geflogen aber es wäre sicherlich dann ein interessanter Artikel auf meinem Blog zu erwarten. Also versuche ich einmal eine Buchung.

Es gibt den Hinflug für 39,99 und den Rückflug für 27,99.

Na gut, es gibt noch extra Gebühren für Handgepäck (60 Euro) oder wenn man nicht Schlange am Check In stehen will (10 Euro).

Ich verzichte aber auf Handgepäck und stelle mich in der Schlange an. Aber ein wenig Gepäck benötige auch ich.

Klar umschiffe ich die Reiseversicherung und erhalte eine Warnung.

Reiseversicerung bei Ryanair

Es soll mich also 18.000 Euro kosten, wenn ich in England krank werde und zurückgeführt werden muss.

Abgesehen davon, dass ich mich dabei voll und ganz auf meine Krankenversicherung (privat) und ADAC (Euro, goldene Karte) verlassen könnte, bekomme ich doch ein schlechtes Gefühl. 18.000 Euro für den Rücktransport, wenn mir das Haggis nicht bekommen sollte, sind schon hart.

Ich überschlage den Preis. Per Auto liegt die Distanz bei ungefähr 1.500km. Angenommen ich greife mir ein Taxi, weil ich ja nach schlechtem Haggis nicht mehr fliegen kann und setze einfach mal 2 Euro pro km an, die mich das Taxi kosten würde (tatsächlich würde ich meine Lieblingstaxifahrerin aus Deutschland kommen lassen und würde so etwa 0,50 Euro pro km zahlen müssen) und angenommen, ich sollte beide Richtungen zahlen, dann kostete mich das englische Taxi etwa 6.000 Euro plus die Fähre mit irgendwas um 200 Euro.

Ok, ich brauche also wirklich keine Reiseversicherung.

Allerdings kostet mich der Flug hin und zurück keineswegs 69,98€ wie beworben sondern mit einem Gepäckstück (weniger als 15 kg) und ohne Handgepäck 163,27 € plus nochmal 10,-€ Gebühren für die Kartenzahlung, also 173,27€.

Ein Vergleich mit Lufthansa zeigt eine Ersparnis von unglaublichen 27 Euro, denn mit LH kostete der Hin- und Rückflug 199,-

Und bei LH darf ich sogar noch Handgepäck mitnehmen.

Na lohnt sich doch – ein Flug mit der Billigairline.

Live dabei auf dem Eisbrecher

Weil ich selbst im Moment nicht so sehr viel zu berichten habe, die Arbeit machts möglich, wollte ich wenigstens irgendwas cooles schreiben.

Und habe dafür einen Link gefunden, wo man live auf einem Eisbrecher zusehen kann. Inklusive einem umfangreichen Archiv dieses Schiffes. Und dazu noch Angaben zum Wetter und Position.

Viel Spass damit

http://icefloe.net/Aloftcon_Photos/

Aber Vorsicht! Wer sich wundert, warum es jetzt gerade, um 23:00 Uhr, hell ist auf dem Foto, der muss 2 Dinge beachten.

Die Zeitangabe ist in UTC, also der Weltzeit, die der Zeitzone in Greenwich/UK im Winter entspricht, also heute 22 Uhr und dann kommt die Position dazu. Die ist nämlich angegeben mit 166° West, was bedeutet, der Eisbrecher befindet sich gerade in der Chuckchi See vor Alaska. Und dort dürfte es Mittags sein.

Die Positionsangaben lassen sich übrigens leicht in Google Maps eingeben.
Einfach oben die Positionsangabe nehmen, zB 68 39.8N 166 55.2W heisst, die Position ist 68 Grad, 39.8 Minuten Nord und 166 Grad 55.2 Minuten West. Die Eingabe bei Google wäre dann “68° 39.8N 166° 55.2W” und schon kommt die Satellitenkarte mit der genauen Position nach Hause.

Die Fotos zeigen auch sehr schön, wie die Karte auf Cryosphere Today interpretiert werden kann. Diese gibt nämlich bei dieser Position etwa 30% See-Eis an.

Wann wird der Klimawandel wieder durchs Dorf getrieben?

An der Ostküste der USA durchzog ein Schneesturmtief die Nord-Ostküste der USA. Es fiel noch niemals Anfang November so viel Schnee in dieser Region. Noch niemals seit 135 Jahren. Bevor es also wieder heisst, der Klimawandel sei schuld, es gab schonmal so früh einen solch starken Wintereinbruch. Eben vor 135 Jahren.