September 2014
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Droht in 2014 wieder Flugchaos?

Auf Island droht der Vulkan Bardarbunga auszubrechen.

Da der Vulkankrater eine etwa 700 meter dicke Eisschicht enthält, darf man im Falle des Ausbruchs mit dem nächsten Chaos rechnen.

Heute hat die Flugüberwachungsbehörde Eurocontrol ihren Warnlevel auf die zweithöchste Stufe Orange gesetzt.

Obacht am Flughafen Frankfurt (FRA)

Sie möchten ganz entspannt in den Urlaub fliegen und kommen aus dem Parkhaus Terminal 1 in den Zubringertunnel zum Terminal. An den Kassenautomaten spricht Sie eine ausserordentlich attraktive maximal pigmentierte, vielleicht Anfang 20, an und erzählt Ihnen von ihrer Reise und dass ihr alles gestohlen wurde (oder sie alles verloren hätte), zeigt Ihnen eine Bahnfahrkarte nach Zürich und erzählt dazu, dass die Karte nicht mehr gültig sei, weil sie verspätet angekommen ist und sie nun Geld braucht, um nach Zürich zu kommen. Sie hätte bis auf 20 Euro schon alles zusammen und ob Sie ihr nicht etwas dazugeben könnten. Vielleicht 10 Euro. Sie wird das Geld auch ganz bestimmt zurückschicken.

Traurig, nicht wahr?

Da sind wir auch schon beim Punkt. Das ist nämlich nicht wahr.

Diese kleine Negerin ist eine Betrügerin und dazu noch eine Taschendiebin.

Glauben Sie nicht?
Dann fragen Sie sie doch einfach mal, warum sie keinen züricher Dialekt spricht (sie spricht nämlich akzentfreies Deutsch).
Die Antwort, die Sie bekommen, werden Beschimpfungen aus der untersten Gosse sein.

Diese Frau ist am Flughafen schon bekannt dafür, dass sie Reisende anspricht und dann versucht zu bestehlen.

Woher ich das weiss, fragen Sie sich?
Nun, ich komme derzeit zwei mal die Woche über den Flughafen Frankfurt.
Letzte Woche Donnerstag sprach sie mich das erste mal an.
Und ich fragte sie, warum sie als Züricherin keinen züricher Dialekt spricht.
Aha, sagte ich zu mir auf ihre Beleidigungen, haste den richtigen Riecher gehabt.

Am Wochenende hatte ich sogar noch davon geträumt – dass ich sie wieder sehe.

Heute kam ich wieder über den Flughafen Frankfurt.
Und nun raten Sie mal, wer da unten vor den Kassenautomaten stand!
Das das Mädchen so dumm ist und mich nichtmal eine Woche später wieder anquatscht, hätte ich allerdings nicht gedacht.
Sie stellte sich links dicht neben mich, zeigte mir wieder genau die gleiche Zugfahrkarte von letzter Woche und textete mich zu.
Die Karte hielt sie wieder in der linken Hand. Und plötzlich höre ich, wie der Reissverschluss meines Rucksackes aufgezogen wird.

Dann ging die sache ganz schnell – meine linke Hand in ihre langen Haare, mit der Rechten ihre linke Hand einmal quer gedreht, tritt in die Beine und dann lag sie schön flach unter mir.
Und jetzt passiert da etwas, wo ich nur denken kann, wie scheisse ist eigentlich Deutschland.
Viele Leute haben geguckt, gemacht hat niemand etwas. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit ging ein … Türke oder sowas dazwischen und griff mich an. Suuuuper Idee. “DAS IST EINE FESTNAHME! HOL DIE BULLEN DU ARSCHLOCH!” von mir, zog dann – und zwar soweit, dass er die Beine in die Hand nahm und verschwand.
Irgendwer hat dann aber doch die Polizei geholt und dann war soweit alles ganz schnell geklärt. Man kennt die Frau schon, einen Platzverweis kann man zwar aussprechen, nutzt aber nichts, die ist morgen wieder da.
Daher weiss ich jetzt, dass die zu einer Bande gehört, die gezielt Reisende bestiehlt. Die Kollegas, eine Bulgarengang, halten sich am Anfang des Tunnels auf (Parkreihen 1 bis 5 so ungefähr) und gehen da agressiv auf potentielle Opfer los.
Wenn Sie also über FRA fliegen und von Bettlern angegangen werden, nicht reden, nicht fragen, einfach flach legen.

Ich werde jetzt gleich die Flughafenverwaltung anschreiben und um eine Stellungnahme bitten, warum sie dagegen nichts unternehmen.
Die Antwort erscheint dann auf diesem Blog – ich zweifel aber daran, dass es überhaupt eine Antwort geben wird.

Auf zum Training für den Kungsleden

Im Jahr 2010 lernte ich bei der Fjällräven Classic Monika kennen. Monika hatte meinen Blog gelesen und meine Berichte über die Classic und lief am Start zielgerichtet auf mich zu. Leider musste Monika verletzungsbedingt hinter dem Tjäktjapass abbrechen. Sie wollte aber den Kungsleden irgendwann finishen.
Dieses Vorhaben könnte jetzt in die Tat umgesetzt werden.
Ich bin gerade geschäftlich dort, wo Monika wohnt und wir haben uns jetzt für kommendes Jahr verabredet.

Da aber auf der Fjällräven Classic seit 2 Jahren jeder eine Goldmedaille bekommt, ist für mich kein Anreiz mehr da, dort mitzumachen.
Also haben wir gesagt, wir starten ausserhalb der Classic und haben uns auf die letze Augustwoche und die erste Septemberwoche 2015 geeinigt.

Wir laufen etwas langsamer dafür etwas weiter.
Und zwar laufen wir den Rundkurs über 216km.

Ausserdem fliegen wir nicht, weil uns beiden SAS so unglaublich im Hals steht. Die Bestuhlung ist so eng, dass man da echt nicht drin sitzen kann.
Also treffen wir uns in Stockholm, da Monika aus Frankfurt anreist und ich aus Berlin.
Dort setzen wir uns in den Nachtzug nach Kiruna.
Ich hatte das ja schonmal gemacht und das ist total schön, vor allem, wenn man Nachts über den Polarkreis kommt und die Sonne plötzlich aufgeht.
Ebenfalls sind wir freier und nicht so termingetrieben.
Wir können dann nämlich, wenn wir wieder in Nikkaluokta ankommen, eben für den nächsten Tag Flüge buchen. Oder alternativ über Oslo fahren und dort auf die Color Fantasy einchecken und von Kiel mit dem Zug fahren.
Verletzungsbedingt kann ich noch etwa 4 Wochen nichts tun aber dann muss ich wohl anfangen zu trainieren. Das Höhenprofil finde ich nämlich ganz schön arg.

Ich würde sagen: Schweden, wir kommen!

Behindertencheck zwischen AirBerlin und Lufthansa

Vergangenen Montag habe ich mir am linken Fuss den vorderen Fussballen abgerissen. Also nicht ganz aber ein Stück. Natürlich tat ich dieses mit dem Hintergedanken, endlich einmal einen Test durchführen zu können, wie Fluggesellschaften damit umgehen.

Ich habe 2 Tage nach dem Abriss (ich brauchte doch ein wenig Regenerationszeit, weil das Nähen so weh tat) einen Flug von Berlin Tegel nach Frankfurt/Main mit Air Berlin und 4 Tage nach dem Abriss einen Flug von Frankfurt/Main nach Berlin Tegel angetreten.

Bei Air Berlin hatte ich bis vor 3 Jahren den TopBonus Gold Status, bei Lufthansa verfüge ich über eine gültige silberne Miles and More Karte und habe damit den Frequent Traveller Status.

Die Sicherheitskontrolle in TXL war, wie immer recht easy, das Personal freundlich, ich wurde nur gefragt, ob ich die Gehhilfen unbedingt brauche. Nach meiner Antwort “Sonst hätte ich sie kaum dabei” waren dann die Fronten geklärt.

Vor dem einchecken rief ich bei Air Berlin an und fragte, ob man mir einen Rollstuhl in Frankfurt organisieren kann, da die Wege dort echt weit sind. Die Antwort war “Nein, wir kümmern uns nur vom Check In bis zum aussteigen aus der Maschine. Da müssen Sie am Flughafen nachfragen.”
Einen Platz mit mehr Beinfreiheit hätte ich bekommen können. Zum Aufpreis von 20 Euro.

Der Anruf am Flughafen war dann kurz und knapp: Rollstuhl ist kein Problem, muss ich 48 Stunden vorher ankündigen. Ja, da hatte ich noch keine Verletzung.

Mein Versuch, als erstes ins Flugzeug zu kommen, wurde von der Frau am Boardingschalter von vornherein abgeblockt, die sich schlicht geweigert hat, mit mir zu sprechen. Boarding strikt nach Boardinggruppe. Also stieg ich als letztes ein, weil ich weit vorne sass. Hilfe vom Bordpersonal? Fehlanzeige. Ich wurde nichtmal gefragt.

Dann kam heute die Gegenprobe – Lufthansa.

Auch hier rief ich vorher an und man sagte mir, dass man am Telefon nichts machen kann, ich sollte zum Check In Schalter gehen.
Für den Umweg von 20 Metern war ich zu unmotiviert und wollte in der Business Lounge von Lufthansa nachfragen.
Die Sicherheitskontrolle in Terminal 1 war easy wie immer (ganz im Gegensatz zu der in Terminal 2), ausser, dass ich den Behindertendurchgang nehmen durfte und sofort dran war.

Diesmal hatte ich sogar Thrombosespritzen im Handgepäck. Kein Problem.Ich wurde auch gefragt, ob ich die Stützen unbedingt brauche, gleiche Antwort, gleiche Reaktion.

Dann steuerte ich in der Lounge erstmal die Empfangsdame an und fragte nur nach einem anderen Sitzplatz. Rollstuhl brauchte ich nicht, weil in Tegel der Ausgang gleich am Flugzeugausstieg ist.

Also der andere Sitz ging nur weiter vorne aber nicht am Fenster, da ist alles besetzt. Na gut, Reihe 8 ist schonmal besser als Reihe 22. “Ich rufe Ihnen dann auch gleich eine Begleitung”. Jetzt war ich verwirrt. Begleitung? Sie wollte sich kümmern.
Kurz vor Boardingbeginn wurde ich dann abgeholt und mit einem Elektroauto zum Ausgang gefahren. Vom Boardingpersonal wurde ich persönlich zum Boarding 5 Minuten vor allen anderen abgeholt. Kaum, dass ich im Flugzeug war, kamen gleich 3 Stewardessen an und fragten, wie sie mir helfen könnten. Weil der Flieger nicht ausgebucht war, bekam ich kurzerhand eine ganze Sitzreihe für mich allein, der andere Passagier, der normalerweise neben mir gesessen hätte, wurde kurzerhand umgesetzt. Dann kamen wir in TXL an und ich stieg aus dem Flieger aus – und staunte nicht schlecht. Es stand eine Dame dort mit Rollstuhl, die darauf bestand, mich nach draussen zu fahren. Nach draussen war in diesem Fall wörtlich, sie brachte mich bis ans Auto.

Da kann ich nur sagen: Lufthansa 10 Punkte, Air Berlin 0.

Auch wenn ich mich über die Lufthansa oft aufrege, in Sachen Service macht denen so schnell niemand was vor.